Kreativität

Natürlich könntest du einfach sagen: „Entweder bin ich kreativ oder ich bin es nicht. Bin ich es nicht, geht die Welt davon auch nicht unter. Schließlich hatte ich eh nie vor, als Künstler von der Hand in den Mund zu leben“. Könntest du ... Aber dann verpasst du etwas ... etwas, wofür es sich zu leben lohnt. Wenn du beginnst, dich für die Kreativität zu öffnen, wirst du auch beginnen, dein Leben selbst zu gestalten und dann wird es sich verändern ... vielleicht langsam ... aber...
Prinzessin? Blaue Haare? Warum nicht? Wenn ein Kind ein Bild malt, taucht es normalerweise ganz in seine Fantasie ein. Dann hat eben die Prinzessin schon mal blaue Haare, das Pferd eine Krone auf dem Kopf oder der Baum rote Blätter. Na und? Das Schlimmste, was man jetzt machen kann, ist, den kleinen Künstler zurechtzuweisen. Es ist ja nicht so, als wüsste das Kind nicht, wie Pferd, Baum und Mensch in echt aussehen. Mit so einer Zurechtweisung pflanzt man ihm aber den Gedanken ein, es könnte...
Es gibt ja Menschen, denen die Ideen scheinbar nur so zufliegen und die immer wieder eine unglaubliche Fantasie an den Tag legen. Nun mögen solche Geistesblitze ja durchaus den Eindruck erwecken, sie kämen aus dem Nichts. Dem ist aber nicht so. Selbst die kreativsten Köpfe können sich nicht einfach hinsetzen und auf Ideen warten. Man muss schon irgendwie seinem kreativen Geist auf die Sprünge helfen. Und jetzt kommt es: Dazu braucht man kein Genie zu sein, das kann nämlich jeder … wenn...
Man braucht Mut, um kreativ zu sein? Ja genau. Und damit meine ich nicht (nur) den Mut, die Ergebnisse der kreativen Tätigkeit an die Öffentlichkeit zu bringen. Die meisten Menschen müssen schon lange vorher eine gehörige Portion Mut aufbringen, um überhaupt den ersten Schritt in die (neue) Welt des Kreativen zu wagen.
Angenommen du hast ein Problem und suchst nach einer Lösung. Soll ja vorkommen. Du kannst jetzt das Internet durchsuchen, du kannst Freunde fragen, du kannst dir ein Buch von einem Experten kaufen, usw. usf. Es gibt da schon einige Alternativen, um nach Hilfe zu suchen. Nehmen wir mal an, du bekommst auch einen Lösungsvorschlag präsentiert. Du hast jetzt genau drei Möglichkeiten, damit umzugehen:
Mit Neugier meine ich natürlich nicht, dass du dich dafür interessieren solltest, wie oft die Nachbarin Sex hat, was im Tagebuch deiner Tochter steht oder was Onkel Theodor jeden Tag drei Stunden lang im Keller macht. Das ist keine Neugier, das ist Voyeurismus. Es geht um diese kindliche Neugier: Wie funktioniert etwas? Wie fühlt sich etwas an?