Selbstfindung - Selbstentfaltung

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie >>> Was ich auf meiner Reise zu mir selbst gelernt habe Wer damit beginnt, sich mit sich selbst und mit seinem Leben zu beschäftigen, der wird früher oder später auch auf den Begriff „positives Denken“ stoßen. Das ging mir genau so und es hat sich für mich zuerst total super angehört. Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die darin etwas Negatives sehen.
Als mir klar wurde, dass ich in meinem Leben etwas verändern will, wusste ich natürlich noch nicht, wo mich das alles hinführen wird. Und erst recht wusste ich nicht, dass es eine Reise zu mir selbst werden würde.
Einsame Bank an einem ruhigen See
Heutzutage brauchst du ein sicheres Auftreten, musst überall dabei sein und solltest vor allem reden können. Du musst selbstbewusst und zielsicher deine Ideen vortragen und Entspannung wird höchstens mal dazwischengeschoben. Ansonsten hast du keine Chancen. Im Alltag nicht, in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht und im Job schon mal gar nicht. Stimmt das? Es scheint fast so. Zumindest wird es einem schon von klein an so suggeriert.
Grob gesagt gibt es für die Introvertierten zwei Arten von Ratgebern: Die einen wollen ihnen erklären, wie sie extravertierter werden, die anderen geben Tipps, wie sie lernen, ihre eigenen Stärken herauszufinden und zu fördern. Ich brauche euch wohl nicht zu verraten, welche Art Lektüre ich bevorzuge.
Introvertiert oder extravertiert? Die Unterschiede lassen sich im Gehirn deutlich nachweisen. Es ist kein subjektiver Eindruck, dass introvertierte Menschen bei Gesprächen langsamer reagieren oder schneller erschöpft sind als ihre extravertierten Zeitgenossen.
Wenn introvertierte Menschen, die sich bisher noch nicht viel mit (ihrer) Introversion befasst haben, mit ihren vermeintlichen Stärken konfrontiert werden, fällt oft erst einmal ein ganz bestimmter Satz: „Stimmt, das passt alles auf mich. Aber das sollen Stärken sein?“
Mein größtes Manko als Intro war in meinen Augen tatsächlich immer die Tatsache, dass mir bei einem Gespräch oder einer Diskussion einfach die Worte fehlten. Andere Leute konnten sich immer so mühelos unterhalten und bei mir kam einfach nichts.