Geschichten, die das Leben erzählt

Woran denkst du, wenn du das Wort „Geschichten“ hörst?

 

An die Oma, die ihren Enkel auf dem Schoß hat und ihm aus einem Buch vorliest?

An den spannenden Roman, den du gestern Abend nicht weglegen konntest?

Vielleicht auch an die Geschichte, die deine Tochter dir letzte Woche erzählt hat, als sie eine Stunde später als abgemacht nach Hause gekommen ist?

Oder sind es vielleicht die vielen spannenden Geschichten, die Onkel Egon immer beim Familientreffen zum Besten gibt?

 

Besteht nicht das ganze Leben aus Geschichten?

 

Das müssen gar nicht die großen Geschichten sein, die eine tiefe Spur hinterlassen. Ich denke dabei an die vielen kleinen alltäglichen Geschichten, die das Herz berühren können. Wenn man sie beachtet.

 

Und genau darum geht es:

Entspannt leben heißt, diese kleinen Geschichten zu sehen ... und zu erkennen, was dahintersteckt.

 

Für viele besteht ein Tag einfach aus unzähligen aneinandergereihten Ereignissen. Wer daraus aber Geschichten macht, der (be)greift das Leben.

 

Ansonsten kommt es dir irgendwann vor, als sei es an dir vorbeigerauscht, wie die Landschaft während einer schnellen Zugfahrt.

Blick aus einem schnellen Zug
Lass das Leben nicht an dir vorbeirauschen

Natürlich ist mir klar, dass es nicht nur schöne Geschichten sind, die das Leben so erzählt. Ganz gewiss nicht.

 

Aber liegt es nicht an uns selbst, ob wir mehr den schönen oder eher den nicht so schönen Erlebnissen unsere Aufmerksamkeit schenken?

 

Und lohnt es sich nicht, auch aus den nicht so schönen Erlebnissen eine Geschichte zu machen, aus der wir (und auch andere) etwas für das Leben mitnehmen können?   

 

Hier auf dieser Seite möchte ich dir ein paar meiner Geschichten erzählen. Ich möchte dich aber auch ganz herzlich dazu einladen, selber aus deinen kleinen Alltagserlebnissen Geschichten zu machen.

 

Denn wenn du auf diese Geschichten achtest und sie aufschreibst, hat das gleich mehrere Vorteile:

  • Du gehst viel achtsamer durch dein Leben,
  • du hast etwas, das du immer wieder hervorholen kannst, um dich zu erinnern,
  • du kannst deine Geschichten teilen, damit vielleicht auch andere Menschen etwas aus ihnen mitnehmen können.

 

Ein Morgen im Stadtwald

Irgendwann letzte Woche habe ich mich früh zu einem Spaziergang aufgemacht. Um der Hitze ein wenig zu entkommen, bin ich erst einmal an den schattigen Alleen der Lindenthaler Kanälen entlangspaziert und anschließend in den Stadtwald eingetaucht.  

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Diese Blumen passen nicht zusammen oder:

Vor einigen Jahren habe ich in einem Blumengeschäft am Melatenfriedhof in Köln gearbeitet.

Jeden Tag kamen Menschen herein, die Blumen für die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen oder Freunde kaufen wollten.

 

Manche haben sich für einen Fertigstrauß entschieden, einige Kunden wollten lieber eine bestimmte Anzahl an Rosen mitnehmen, die meisten haben aber gesagt: „Stellen Sie mir doch bitte einen schönen Strauß für soundso viel Euro zusammen“.

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Der freundliche Mann im Postamt oder:

Ich musste zur Post. Es war mal wieder ein Tag, an dem ich anstehen musste, weil die Schlange bis zur Straße stand (wer das Postamt in Ehrenfeld kennt, der weiß, dass die Schlange wirklich lang ist, wenn die Leute bis zur Straße stehen).

 

Jeder, der in der Reihe wartete, blickte genervt und mit einem mürrischen Gesicht vor sich hin. Außer dieser eine Herr. Ich würde mal sagen, er war so Anfang bis Mitte 60. 

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