Gruppenbild einer Heiligen - das Denkmal der Edith Stein

Seit 1999 steht dieses Bronzedenkmal auf dem Börsenplatz, direkt vor dem Erzbischöflichen Priesterseminar.

Es trägt den Namen "Gruppenbild einer Heiligen" und ist der Philosophin, Frauenrechtlerin und Karmeliter-Nonne Edith Stein (1891 - 1942) gewidmet.

Denkmal Edith Stein Köln
Denkmal der Edith Stein am Börsenplatz

Der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim hat in diesem Denkmal sehr ausdrucksstark das Leben der Märtyrerin dargestellt.

 

Da sind erst einmal die drei Frauen, die jeweils einen wichtigen Abschnitt aus Edith Steins Leben symbolisieren

Die Frau auf dem Hocker, die sich nachdenklich auf einen Davidstern stützt, zeigt sie in jungen Jahren. Edith Stein wurde 1891 in eine jüdisch orthodoxe Familie geboren. Nach ihrem Abitur im Jahr 1911 studierte sie von 1911 – 1913 in Breslau Philosophie, Psychologie, Germanistik und Geschichte.

 

Sie konnte sich allerdings nie wirklich mit dem jüdischen Glauben identifizieren und bekannte sich zeitweise sogar zum Atheismus. Diese Zwiespältigkeit in ihrer Gefühlswelt wird durch die Skulptur der Frau dargestellt, die aussieht, als wäre ihr Kopf gespalten und falsch wieder zusammengesetzt worden.

 

Es war die Autobiografie der Heiligen Teresa von Avila, die 1921 eine Wende in ihrem Glauben herbeirief. Noch im selben Jahr entschließt sie sich zum Eintritt in die katholische Kirche und empfängt am 1. Januar 1922 die Taufe.

Die Ordensfrau mit dem gekreuzigten Jesus in den Händen zeigt Edith Stein als Karmelitin.

 

Edith Steins letzter Weg

Auf dem Weg, der von den drei Frauenskulpturen wegführt, sind zahlreiche Fußabdrücke zu sehen. Er endet in einer großen Anhäufung mit Schuhen, die von zwei Tafeln gestützt werden. Auf den Tafeln stehen die 10 Gebote.

Dieser Weg symbolisiert Edith Steins letzten Gang, den sie gemeinsam mit vielen weiteren Opfern des Naziregimes gehen musste.

Sie wurde am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und am 9. August in Auschwitz ermordet. 

Jahreszahlen aus dem Leben Edith Steins
Der Gedenkstein mit den Jahreszahlen befindet sich etwas abseits vom Denkmal

Am 1. Mai 1987 wurde Edith Stein von Papst Johannes Paul II seliggesprochen. Am 11. Oktober 1998 erfolgte dann, ebenfalls durch Johannes Paul II, ihre Heiligsprechung.

Gedenkplatte Edith Stein Köln
Eine weitere Gedenkplatte am Edith-Stein-Denkmal


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