Die Eistüte vom Neumarkt

Werbung? Kunst!

 

Gesehen hat diese überdimensionale Eistüte mit Sicherheit jeder Kölner schon. Aber ich denke mir, dass einige gar nichts damit anfangen können.

Ich habe selbst anfangs gedacht, dass es sich bei diesem riesigen Eis, das da oben auf der Neumarktgalerie thront, um Werbung für eine Eisdiele handelt.

 

Stimmt aber nicht: Es ist Kunst.

 

Große Eistüte auf einem Dach
Die riesige Eistüte auf dem Dach der Neumarktgalerie in Köln

Die 12 Meter hohe und 3 Tonnen schwere Skulptur trägt den Namen "Dropped Cone". Sie wurde von dem Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg und seiner Frau Coosja van Bruggen entworfen und ziert das Dach seit März 2001.

Von der Idee bis zur Umsetzung hat es damals etwa drei Jahre gedauert und gekostet hat das Ganze rund 3 Millionen DM.

 

"Dropped Cone" in Köln
"Dropped Cone" in Köln

Die Eiswaffel soll an die Turmspitzen der Kölner Kirchen erinnern

Natürlich haben sich die Künstler bei dieser Plastik auch etwas gedacht (man stellt ja schließlich nicht einfach mal so ein großes Eis auf irgendein Dach). Und zwar soll die Form dieser Eiswaffel an die Türme der romanischen Kirchen in Köln erinnern. Es waren anfangs sogar zwei Eisskulpturen im Gespräch, als Anspielung auf die beiden Spitzen des Kölner Doms.

Nicht nur in Köln gibt es solche XXL Skulpturen

Der Pop Art Künstler Claes Oldenburg ist bekannt dafür, ganz normale Gebrauchsartikel überdimensional darzustellen. 

Somit ist Köln auch nicht die einzige Stadt, die mit extragroßen Alltagsgegenständen aufwarten kann. 

 

In Frankfurt schmückt beispielsweise eine XXL-Krawatte den Platz vor dem Westend Tower, in Kassel steht eine 12 Meter große Spitzhacke am Fulda-Ufer und vor dem Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City liegen mehrere Federbälle, die nicht zu übersehen sind. (Bildquelle: pixabay/user: skeeze)

Übergroße Federbälle vor dem Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City
Übergroße Federbälle vor dem Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City

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