Die großen und die kleinen Häuser von Köln

Es gibt ja Leute, die behaupten, Köln hätte ein einziges Bauwerk, für das es sich lohnt, die Stadt zu besuchen (welches das wohl sein mag) und der Rest sei Asche. Das kann ich natürlich so nicht stehen lassen.

 

Kranhaus, Rheinauhafen
Alt und neu im Rheinauhafen

 

Köln hat auch in dieser Beziehung einiges zu bieten. Und damit meine ich nicht (nur) die ganzen Kirchen in Köln. Selbst dann, wenn man von dem "heiligen Köln" mal absieht, gibt es hier einige (große und kleine, alte und neue) Gebäude, die einen Besuch wert sind.

 



Die Ulrepforte am Sachsenring

Das erste Mal so richtig wahrgenommen habe ich die Ulrepforte, als ich dort aussteigen musste, um zur Berufsschule zu kommen. Das ist jetzt … ja schon ein paar Jährchen her.

 

Damals habe ich allerdings noch gedacht, der Name dieses Turms hätte etwas mit der dahinterliegenden Ulrichgasse zu tun. So ging es übrigens auch noch anderen, wie mir berichtet wurde.

Heute weiß ich, dass die Ulrepforte ihren Namen den früher hier ansässigen Töpfern (Ulnern) zu verdanken hat. Die durften aufgrund der Brandgefahr ihr Handwerk nur in wenig bewohnten Gebieten ausüben und diese Gegend wurde bis ins 19. Jh. hinein fast ausschließlich für die Landwirtschaft genutzt.

 

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Alt St. Alban - Gedenkstätte für die Toten zweier Weltkriege

Direkt am Gürzenich, quasi mit der „Guten Stube Kölns“ verbunden, steht Alt St. Alban, eine der ältesten romanischen Kirchengebäude in Köln.

Viel ist von der Kirche allerdings nicht mehr übrig geblieben. Bis auf die Außenmauer und einen Teil des Turms wurde sie im Krieg völlig zerstört.

 

Die Ruinen von Alt St. Alban, Köln
Alt St. Alban in Köln neben dem Gürzenich

Die Kirche wieder aufzubauen, kam nie wirklich infrage. Stattdessen wurde sie „nur“ gesichert.

 

Im Jahr 1954 gab Kardinal Frings Alt St. Alban frei, sodass die Stadt sie in den Aufbau des Gürzenich mit einbeziehen konnte. 

 

Einzige Bedingung war, dass das Kirchengelände stets so genutzt würde, dass es dem Charakter eines geweihten Ortes entspricht. So entstand diese Gedenkstätte.

 

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St. Maria im Kapitol - beeindruckende Kirche mit zahlreichen Legenden

St. Maria im Kapitol ist die größte der 12 großen romanischen Kirchen in Köln. „Kapitol“ deswegen, weil hier früher (ganz früher) ein römischer Tempel stand und die Kirche auf dem Fundament dieses Tempels erbaut wurde.

 

Blick auf St. Maria im Kapitol
St. Maria im Kapitol

 

Einer der Wege zur Kirche führt durch das Dreikönigenpförtchen (Dreikünnijepöötzche).

Es ist zwar geschichtlich nicht gesichert, dass Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei Könige wirklich durch dieses Tor geschleppt hat, da die Gebeine aber zuerst in der Kirche St. Maria im Kapitol aufbewahrt wurden, besteht zumindest die Möglichkeit. Das reicht aber in Köln für die Namensgebung.

 

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