Spaziergänge durch Kölner Veedel

Köln hat 86 Stadtteile. Somit hat Köln offiziell auch 86 Veedel. Das sehen die Kölner allerdings ein wenig anders. Für die Domstädter gibt es nämlich neben diesen offiziellen Veedel noch die "gefühlten Veedel", und das sind bedeutend mehr.

 

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Kein Kölner, der in der Nähe der Kirche St. Agnes wohnt, würde sagen: “Ich wohne in der Neustadt-Nord“. Er kommt ganz klar aus dem Agnesviertel.

Genau so verhält es sich mit den Leuten aus dem Vringveedel, dem Belgischen Viertel, dem Kunibertsviertel, dem Eigelsteinviertel, und, und, und ...

 

 

Auch würde ein Ehrenfelder oder jemand aus Nippes kaum den ganzen Stadtteil als "sein Veedel" bezeichnen. Es ist einfach der überschaubare Ort um ihn herum, wo er sich wohlfühlt, wo er die Leute kennt, wo sein Leben stattfindet.


Der "Kölschgänger" Ronald Füllbrandt kennt diese "gefühlten Veedel" und beschreibt 11 davon in seinem Buch. 

 

Auf seinen Spaziergängen zeigt er dem Leser interessante Orte in Köln, an denen man oft einfach so vorbeigeht, ohne die Geschichte dahinter zu kennen. 

 

Und damit diese Spaziergänge auch ja nicht zu "trocken" werden, präsentiert er immer mal wieder nette Einkehrmöglichkeiten, die auf dem Weg liegen und wo man ein kurzes oder vielleicht auch etwas längeres Päuschen einlegen kann.

 



 

Ich weiß, dass jetzt viele, vor allem ältere Kölner, sagen würden:

 

Das ist ja alles nicht mehr so wie früher. Dieses richtige Zusammengehörigkeitsgefühl, das es im Veedel einmal gab, das gibt es ja heute überhaupt nicht mehr. 

 

Ja, das stimmt: Es hat sich viel im Veedel verändert.

 

Aber hey! Trotzdem liegt es doch auch an einem selber, wie er mit seinem Veedel umgeht und mit den Menschen in seiner Nachbarschaft. Natürlich kann man allem nachtrauern, was nicht mehr da ist. Man kann aber auch das Neue begrüßen oder zumindest so annehmen, wie es ist und das Beste daraus machen, anstatt nur zu meckern.

 

Und wenn du mal wirklich in dich gehst: Gibt es da nicht doch noch dieses kleine Fleckchen Heimat, das um dich herum ist und auf das du dich freust, wenn du wieder nach Hause kommst? Wo du die Menschen triffst, die du kennst und die dich grüßen (und die du, hoffentlich, zurückgrüßt)?

 

Ich denke, solange man sein Veedel noch benennen kann und solange die Sehnsucht nach (s)einem Veedel noch da ist, solange kann die Zeit der Veedel auch noch nicht (ganz) vorbei sein.

 

Zu meinem Veedel gehören beispielsweise die Venloerstraße und die Körnerstraße in Köln Ehrenfeld. Hier hat sich in den letzten Jahren wirklich einiges geändert.

 

Auf der Seite von Bernd Vielhaber >>> Kölner Stadtschreiber habe ich vor einiger Zeit einen Gastbeitrag über diese Veränderungen geschrieben.


Die Körnerstraße - ein Paradebeispiel für das neue Ehrenfeld

Ein Veedelporträt von Monika Rosenbaum

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Ein Spaziergang am Niehler Strand

Ein Strandspaziergang in Köln? Ja klar!

Und da gibt es sogar mehr als nur eine Möglichkeit. Bei dem herrlichen Wetter in der letzten Maiwoche habe ich mich zu einem Spaziergang am Niehler Strand aufgemacht. 

Strand in Köln Niehl
Niehler Strand

Endhaltestelle Linie 16: Niehl Sebastianstraße und dann runter zum Niehler Damm.

 

Erst zeige ich euch aber noch ein paar Bilder, die ich etwa einen Monat vorher gemacht habe (also nicht wundern, wenn die Bäume da noch nicht grün sind).

Anfang April habe ich nämlich schon der Kirche Alt St. Katharina und dem Heiligen Johannes von Nepomuk einen Besuch abgestattet:

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Auf Safari in Marienburg

Heute nehme ich euch mit auf Großwildjagd. Aber keine Angst, ich bin nur mit meiner Kamera bewaffnet ;)

 

Start meines Spaziergangs ist das Rheinufer in Bayenthal, wo ich zuerst einmal bei herrlichem Sonnenschein den tollen Ausblick über den Rhein genieße.

 

Blick auf den Rhein in Köln
Blick von Bayenthal über den Rhein

Dann geht es Richtung Bayenthalgürtel, wo der riesige Bismarckturm mit einem ziemlich grimmig dreinblickenden Reichskanzler steht.

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