Die Menschen in Köln - jede Jeck es anders

Kölner. Man sagt ihnen ja einiges nach: Weltoffenheit, Toleranz, Humor, Geselligkeit ... ob das alles stimmt? Ja, ich würde mal sagen, da ist mit Sicherheit einiges dran.

 

 

Es gibt da allerdings auch ein paar weniger charmante Eigenschaften, die dem Kölner anhaften: Oberflächlichkeit, Unzuverlässigkeit ... und ... ja, manche sagen tatsächlich, die Kölner seien selbstverliebt.

 

Was natürlich Quatsch ist. Die Kölner wissen eben einfach nur, dass sie einzigartig sind ;)

 

Ne aber jetzt mal Spaß beiseite: Kölner sind tatsächlich etwas Besonderes. Aber nicht, weil sie Kölner sind, sondern weil jeder Mensch, egal wo er herkommt, auf seine Art etwas ganz Besonderes ist. Und weil jeder Mensch, egal wo er herkommt, sein Umfeld und seine Stadt prägt. Mit seinen Worten und mit seinen Taten.

 

Mir geht es hier also um die Menschen, die Köln zu dem machen und gemacht haben, was es ist. Damit meine ich nicht (nur) die großen Kölner, denen man ein Denkmal gesetzt hat.

Nein, manchmal sind das einfach "Lück, wie ich un do ..."



 

Hier möchte ich euch ein ganz besonderes Buch empfehlen. In "Kölns kleine Leute" hebt der Pfarrer und Autor Klaus Schmidt  tatsächlich die Menschen hervor, die in den "normalen" Geschichtsbüchern zu kurz kommen.

 

Aber mal ehrlich: Wie sollte man auch besser die Eigenart einer Stadt und die Mentalität ihrer Bewohner rüberbringen als eben mit den Geschichten ihrer "kleinen Leute"? 

 

 




 

Hier lernst du einige Menschen kennen, ohne die Köln nicht das wäre, was es ist:

 

Hermann Götting - Portrait eines außergewöhnlichen Menschen

Am 28. Juli 1993 kletterte ein bunt gekleideter Mann auf das Dach des Messeturms im Kölner Rheinpark. „Bewaffnet“ war er mit einer Flex, einem Schweißgerät und einer riesigen Portion Idealismus.

 

Sein Name: Hermann Götting

Portrait von Hermann Götting
Hermann Götting einer der "Kölner Köpfe" am Appellhofplatz

Das Objekt seiner Begierde:

 

Der neuneinhalb Meter lange, 4 Meter hohe und neuneinhalb Tonnen schwere Neonschriftzug „4711“, der seit 1948 das Dach des Messeturms zierte. Der aber mittlerweile der Firma Mülhens nicht mehr modern genug schien. 

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Unter Fettenhennen und die Geschichte des Tillmann Isenhaupt

Die Straße mit dem lustigen Namen „Unter Fettenhennen“ liegt zwischen dem Kardinal-Höffner-Platz (Kreuzblume am Dom) und dem Wallrafplatz.

Die Hausnummer 11 ist die Adresse des Café Reichard, vielleicht ist das vielen eher ein Begriff.

Café Reichard in Köln
Café Reichard "Unter Fettenhennen"

Der Name dieser Straße stammt aus einer Zeit, als es in Köln noch gar keine Straßennamen gab.

Damit man sich trotzdem irgendwie zurechtfand, orientierten sich die Leute damals an irgendwelchen Häusern, Plätzen, Bäumen oder sonstigen markanten Punkten.

 

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Johann Christoph Winters - Erinnerung an einen Puppenspieler

Geboren wurde Johann Christoph Winters 1772 in Bonn, wo er 1798 seine Schneiderlehre beendete.

Das erste Mal mit Stockpuppen kam er während seiner Wanderjahre in Antwerpen in Berührung.  

 

Hänneschen Figuren
Figuren aus dem Hänneschen-Theater auf dem Kölner Weihnachtsmarkt

Zurück in der Heimat entwarf Winters seine eigenen Puppen und führte damit in der Vorweihnachtszeit Krippenspiele für Kinder auf.

Gott sei Dank kam er dafür nach Köln. Wer weiß, wo Hänneschen und Bärbelchen sonst gelandet wären.

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Der Radrennprofi Albert Richter

Anfang des 20. Jh war Köln die Hochburg des nationalen und internationalen Radrennsports. Ganz eng mit dieser Zeit verbunden, war der Radrennprofi Albert Richter.

Zwischen 1932 und 1937 gehörte er nicht nur zu den besten Bahnsprintern der Welt, Richter war auch einer der bekanntesten deutschen Sportler überhaupt.

Grabstein Albert Richter
Albert Richter

Geboren wurde Albert Richter 14.10.1912 in Köln-Ehrenfeld. Dort besuchte er auch die Volksschule in der Lindenbornstraße. Nach der Schule trat er erst einmal in die Fußstapfen seines Vaters und erlernte den Beruf des Gipsmodelleurs.

 

Sein Herz hing allerdings am Radsport und so trat er ohne das Wissen seiner Eltern dem Radsportklub Arminius bei.

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Die Geschichte von Jan und ... seiner Mutter

Seiner Mutter? Genau! Die von Jan und Griet kennt ja jeder :)

 

Jan von Werth selbst soll es gewesen sein, der diese liebenswerte Anekdote über seine Mutter immer wieder zum Besten gab:

 

Ihr Name war Elisabeth von Streithagen. Aber wie in Köln so üblich, kannten die meisten sie nur unter dem Namen Liss oder Lies. 

 

Diese Geschichte spielte sich ab, als Jan gerade erst General geworden war. Er hatte sich mittlerweile von seinem Liebeskummer erholt und plante wahrscheinlich schon seinen großen Auftritt an der Severinstorburg, um der eingebildeten Griet zu zeigen, was er alles erreicht hatte.

 

Jans Mutter lebte zu dieser Zeit noch auf dem Land. Den größten Teil ihres Lebens war sie eine einfache und schwer arbeitende Bäuerin.

 

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Stadtgespräche

Was man alles so mitbekommt, wenn man mit offenen

Ohren durch die Stadt geht (ganz ohne zu lauschen;))

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