Die Straßen und Plätze von Köln

Ich weiß ja, dass die Plätze der Domstadt oft (sehr oft) beim Thema "Attraktivität" (mehr als) zu wünschen übrig lassen. Trotzdem sind sie es wert, vorgestellt zu werden. Und wenn nicht um ihrer Schönheit willen, dann aber wenigstens wegen ihren Geschichte(n).

 

Brunnen am Ebertplatz in Köln
Der Ebertplatz: Lange Zeit ein absoluter Schandfleck in Köln. Seit Sommer 2018 sprudelt der Brunnen wieder.

 

Bei den Straßen Kölns sieht es ähnlich aus: Hinter so kuriosen Straßennamen wie Fleischmengergasse, Unter Krahnenbäumen oder In der Höhle müssen doch einfach auch interessante Geschichten stecken, oder?

 

 


Wer sich etwas eingehender mit den Straßen Kölns beschäftigen möchte, dem empfehle ich das Buch Alle Straßen führen durch Köln von Helmut Signon und Klaus Schmidt.

 

Es bietet ausführliche und interessante Hintergrundinformationen zu den Straßen und Plätzen von Köln.

 

Mittlerweile wird es in der 3. und ganz aktuell überarbeiteten Auflage angeboten. Ich selbst möchte dieses Buch als Nachschlagewerk in meinem Bücherregal nicht mehr missen.




Unter Fettenhennen und die Geschichte des Tillmann Isenhaupt

Die Straße mit dem lustigen Namen „Unter Fettenhennen“ liegt zwischen dem Kardinal-Höffner-Platz (Kreuzblume am Dom) und dem Wallrafplatz.

Die Hausnummer 11 ist die Adresse des Café Reichard, vielleicht ist das vielen eher ein Begriff.

Café Reichard in Köln
Café Reichard "Unter Fettenhennen"

Der Name dieser Straße stammt aus einer Zeit, als es in Köln noch gar keine Straßennamen gab.

Damit man sich trotzdem irgendwie zurechtfand, orientierten sich die Leute damals an irgendwelchen Häusern, Plätzen, Bäumen oder sonstigen markanten Punkten.

 

Im 15. Jh. stand hier in der Straße ein Haus, das den Namen „zo der vetter hennen“ trug. Daneben befand sich eine Brothalle. Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass hier früher besonders fette Hennen herumliefen, die sich an den ganzen Brotkrumen satt gepickt haben.

 

Im 16. Jh. war "Unter Fettenhennen" das Zentrum in Köln für Buchdruck und Buchhandel. Zu dieser Zeit soll sich auch die folgende Geschichte abgespielt haben:

 

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Die Geschichte vom "Düxer Bock"

In Deutz auf dem Lorenzplatz, der liegt ziemlich direkt am Gotenring, steht die Statue eines Ziegenbocks. Da man auch in Köln nicht einfach so eine Statue irgendwo hinstellt, ohne dass sich eine Geschichte dahinter verbirgt, hat auch dieser Bock seine Geschichte. Und die erzähle ich euch jetzt:

 

Statue Ziegenbock in Köln Deutz
Der "Düxer Bock"

Hier soll vor langer Zeit einmal ein armer Schneider gewohnt haben. Weil dieser eine Vorliebe für Singvögel hatte, hingen vor seinem Fenster eine ganze Reihe Vogelkäfige. Während er selber das tägliche Gezwitschere liebte, fühlte sich sein Nachbar, ein reicher Steuereintreiber, allerdings erheblich in seiner Ruhe gestört.

 

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Chargesheimerplatz

Zwischen Wartesaal, Domtreppe und Hauptbahnhof befindet sich ein Platz (oder eher ein Plätzchen?), der nach dem Kölner Künstler Chargesheimer (Carl-Heinz Hargesheimer) benannt wurde.

 

Chargesheimer Platz am Dom Köln
Chargesheimerplatz in Köln

Chargesheimer wurde in den 50er/60er Jahren in erster Linie durch seine beeindruckenden Fotografien berühmt. Ihn "nur" einen Fotografen zu nennen, würde seinen künstlerischen Fähigkeiten allerdings nicht gerecht werden.

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