mein Name ist Monika Rosenbaum und ich wurde 1968 in Köln geboren.
Aber keine Angst mit meinem kompletten Lebenslauf möchte ich dich hier nicht langweilen. Ich glaube nicht, dass wir durch Daten und Fakten auf das Wesen eines Menschen schließen können.
Sind es nicht vielmehr unsere Geschichten, unsere Erinnerungen und unsere Erfahrungen, die uns als Mensch ausmachen?
>>> Geschichten und Erinnerungen - die Spuren auf dem Weg des Lebens
Also werde ich dir hier einfach etwas über mich erzählen. Wenn du öfter vorbeikommst und wir uns möglicherweise sogar hin und wieder austauschen, werden wir uns dann schon von alleine näher kennenlernen :)
Von Natur aus gehöre ich zu den eher stilleren und introvertierten Menschen. Sätze wie: „Warum guckst du so ernst?“ oder „Sag doch mal was!“ sind mir seit meiner Kindheit bekannt.
So fiel mir auch meistens die Rolle der Zuhörerin bzw. der Beobachterin zu. Damit war ich keineswegs immer zufrieden. Als Kind, als Teenager oder später als junge Erwachsene wollte ich natürlich auch lieber mittendrin sein >>> mitmischen >>> mitreden.
Mit anderen Worten:
Ich wollte lange Zeit anders sein, als ich bin.
Heute weiß ich, dass mich diese Eigenschaften erst ausmachen und wie wertvoll sie sein können. Wie sehr sie mir dabei helfen, meine Umgebung und meine Mitmenschen auch wirklich wahrzunehmen.
Jetzt darfst du dir das aber nicht so vorstellen, als hätte ich einfach einen Hebel umgestellt und plötzlich war alles ganz klar. Nein, es war ein weiter Weg, den ich übrigens immer noch gehe.
Und es war ein Weg mit vielen Umwegen, der mich anfangs sogar noch etwas weiter von mir entfernt hat. Und zwar ganz einfach deshalb, weil ich weiterhin im Außen gesucht habe.
Vielleicht ist ja doch schon alles da, was wir für ein erfülltes und eigenverantwortliches Leben brauchen. Tief in uns drin, aber eben verschüttet durch den Ballast aus der Vergangenheit (Anhaftungen, Glaubenssätze etc.), den wir die ganze Zeit mit uns herumschleppen?
>>> Persönlichkeitsentwicklung - was ich (heute) darunter verstehe
Es hat sich ja in den vielen stillen Stunden, die ich mit mir alleine verbracht habe, oft genug eine leise Stimme gemeldet und versucht, mir den Weg zu zeigen.
Aber so sehr sie mich auch angefleht hatte, etwas zu ändern, sie wurde sofort wieder von meinem Verstand in die Schranken gewiesen.
Irgendwann war ich es leid. Ich wollte einen tieferen Zugang zu dieser Stimme, denn irgendwie habe ich gespürt, dass hier der richtige Weg sein muss.
Ein Weg,
… der viel mehr über das Herz geht als nur über den Verstand oder das reine Bauchgefühl.
… der erst beim Gehen unter den Füßen entsteht.
… der durch die Stille geht.
… den man nur selber finden und selber gehen kann.
Als ich das alles begriffen hatte, kam soviel Klarheit in mein Leben. Es haben sich immer mehr Puzzlesteine ineinandergefügt und ich habe nach und nach den roten Faden in meinem Leben entdeckt.
"Ich glaube, nichts auf der Welt raubt uns mehr Energie,
als ein Leben zu führen (führen zu wollen),
das nicht unserem Wesen entspricht."
Deswegen halte ich es auch für so wichtig, sich selbst richtig kennenzulernen. Unsere ganz persönlichen Stärken
herauszufinden und sie zu fördern, unsere Schwächen zu erkennen und sie anzunehmen (ja, wir können auch an unseren Schwächen arbeiten, aber dafür müssen wir sie erst einmal annehmen).
Egal ob in der Meditation, bei einem Spaziergang in der Natur oder einfach bei der ersten Tasse Kaffee am Morgen (bevor ich das Smartphone anmache). Es waren und sind immer die stillen Momente, die mich näher zu mir selbst gebracht haben.
Es ist wie mit dem See, der erst ruhig werden muss, bevor wir auf den Grund sehen können.
Manchmal habe ich das Gefühl, ohne Einflüsse von außen beginnt mein Unterbewusstsein sich von alleine aufzuräumen.
Diese Suche nach Ruhe ist auch tatsächlich etwas, das ich nicht erst lernen musste. Ich habe schon sehr früh ganz intuitiv die Stille gesucht und Zeit mit mir alleine verbracht.
Trotzdem muss ich zugeben, dass es auch bei mir Phasen gab (in erster Linie seit Internet und Smartphone etc.), in denen ich mich erst wieder daran erinnern musste, wie heilsam diese Zeiten der inneren Einkehr sind.
Ich weiß, der Begriff Achtsamkeit wird heutzutage sehr strapaziert. Das ändert aber nichts an ihrer Wirkung. Es geht darum, den gegenwärtigen Moment so wahrzunehmen, wie er ist. Im Innen und im Außen. Ohne ihn zu bewerten und ohne ihn verändern zu wollen.
Mir ist schon klar, dass Achtsamkeit weder ein Allheilmittel noch eine Lösung mit Sofortwirkung ist. Allerdings glaube ich auch, dass ohne einen bewussten Umgang mit dem gegenwärtigen Moment kaum eine Veränderung möglich ist.
Es ist mein feste Überzeugung, dass wir die Antworten auf die wichtigen Fragen unseres Lebens tief in uns drin finden können.
Dafür müssen wir aber die richtigen Fragen stellen und uns für die Antworten öffnen. Auch für die Unbequemen. Vor allen Dingen dürfen wir uns nicht mit den ersten Antworten zufriedengeben, denn die kommen meistens aus dem Verstand.
Ehrlich gesagt habe ich in meinem Leben mit kaum etwas so oft gehadert wie mit dem Schreiben.
Trotzdem gibt es (für mich) nichts besseres, um mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.
Schreibend erinnere ich mich daran, was ich in meinem Leben alles gemeistert habe. Welche Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken ich aus der Vergangenheit mit in die Gegenwart bringe, um daraus meine Zukunft zu gestalten.
Schreibend werde ich mir meiner Selbst bewusst.
Schreibend halte ich wertvolle Augenblicke fest.
Aber darüber brauche ich wohl nichts zu schreiben.
Gelassenheit ist bestimmt keine Eigenschaft, die mir in die Wiege gelegt wurde. Aber ich habe mich irgendwann dazu entschieden, das Leben gelassen(er) anzugehen.
Ist das einfach?
Nein!
Aber es lohnt sich.
Leider sind immer noch viele Menschen der Meinung, Kreativität hätte etwas mit Kunst oder künstlerischem Talent zu tun. Und tatsächlich ging es mir eine lange Zeit genauso. Ich war so beeindruckt von kreativen Menschen, dass ich mich kaum getraut habe, meine eigenen Ideen zu präsentieren.
Dabei geht es gar nicht darum, der nächste Picasso zu werden. Es geht viel mehr darum, sich und der Welt offen und neugierig entgegenzutreten. Das Leben mitzugestalten und nicht nur passiv daran teilzunehmen.
Kreativität hat schon im Kleinen eine so große Wirkung. Wenn wir den Mut haben, sie freizulassen.
So gerne ich mich in meinem Leben zurückgezogen habe. Sooft ich in meinem stillen Kämmerlein meine (für mich) großen Erkenntnisse gewonnen habe. Es waren immer die Begegnungen mit anderen Menschen, die in meinem Leben die meisten Spuren hinterlassen haben.
Und dabei meine ich ganz bestimmt nicht die Kommentare auf Facebook oder die Likes auf Instagram.
Natürlich gab es auch jede Menge Begegnungen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Und trotzdem haben sie mich weitergebracht. Ich musste lernen (und lerne immer noch), wie viel wichtiger es ist, sich den unangenehmen Situationen zu stellen, als vor ihnen zu flüchten oder sich zurückzuziehen.
Jede (echte) Begegnung hat mich mein Mensch sein spüren lassen.
Und ist das in der heutigen digitalen und schnelllebigen Zeit nicht das Wichtigste überhaupt?