Heute Morgen bin ich, wie so oft, über den Melatenfriedhof spaziert. Irgendwie hatte ich heute aber ganz andere Gedanken als sonst. „Schuld“ daran war wohl ein Kapitel aus einem Buch über Biografiearbeit, das ich gerade lese. Es ging darin um „Oral Historie“, also um mündlich überlieferte Geschichte(n), die von Zeitzeugen erzählt werden, die aber (in der Regel) in keinem Geschichtsbuch erwähnt werden.
Wenn man sich die Vielzahl der vorweihnachtlichen Advents- und Mitsingkonzerte ansieht, die jedes Jahr in Köln stattfinden, könnte man glatt auf die Idee kommen, Weihnachtslieder hätten in Köln schon eine lange Tradition. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil.
Irgendwann letzte Woche habe ich mich früh zu einem Spaziergang aufgemacht. Um der Hitze ein wenig zu entkommen, bin ich erst einmal an den schattigen Alleen der Lindenthaler Kanälen entlangspaziert und anschließend in den Stadtwald eingetaucht.
Hermann Götting einer der "Kölner Köpfe" am Appellhofplatz
Am 28. Juli 1993 kletterte ein bunt gekleideter Mann auf das Dach des Messeturms im Kölner Rheinpark. „Bewaffnet“ war er mit einer Flex, einem Schweißgerät und einer riesigen Portion Idealismus. Sein Name: Hermann Götting
Einsame Bank an einem ruhigen See
Heutzutage brauchst du ein sicheres Auftreten, musst überall dabei sein und solltest vor allem reden können. Du musst selbstbewusst und zielsicher deine Ideen vortragen und Entspannung wird höchstens mal dazwischengeschoben. Ansonsten hast du keine Chancen. Im Alltag nicht, in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht und im Job schon mal gar nicht. Stimmt das? Es scheint fast so. Zumindest wird es einem schon von klein an so suggeriert.
Ja wir Kölner lieben unseren Dom. Zwar bin ich nun wirklich nicht der Meinung, Köln hätte außer dem Dom nichts weiter zu bieten, aber unser Bahnhofskapellchen ist schon etwas Besonderes.
Ehrenfelder Wappen
Das Veedel, in dem ich geboren wurde, aufgewachsen bin und heute noch lebe, liegt in Ehrenfeld. Ist also nicht ganz so erstaunlich, dass ich mich in diesem Stadtteil auskenne. Obwohl ... es gibt natürlich auch genug Leute, denen ist die Straße, in der sie schon seit einiger Zeit wohnen, weitestgehend unbekannt ... aber das kann ja jeder halten, wie er will.
Ein Auto mit Flügeln und ein Auto in Beton gegossen
Das eine thront flügelschwingend auf dem Dach des Stadtmuseums. Fast so, als könne es sich jeden Moment in die Lüfte erheben und zu einem Rundflug über die Stadt starten. Das andere fristet sein mehr oder weniger trauriges Dasein mitten auf den Kölner Ringen.
Große Eistüte auf einem Dach in Köln
Gesehen hat diese überdimensionale Eistüte mit Sicherheit jeder Kölner schon. Aber ich denke mir, dass einige gar nichts damit anfangen können. Ich habe selbst anfangs gedacht, dass es sich bei diesem riesigen Eis, das da oben auf der Neumarktgalerie thront, um Werbung für eine Eisdiele handelt. Stimmt aber nicht: Es ist Kunst.
Das erste Mal so richtig wahrgenommen habe ich die Ulrepforte, als ich dort aussteigen musste, um zur Berufsschule zu kommen. Das ist jetzt … ja schon ein paar Jährchen her. Damals habe ich allerdings noch gedacht, der Name dieses Turms hätte etwas mit der dahinterliegenden Ulrichgasse zu tun. So ging es übrigens auch noch anderen, wie mir berichtet wurde.

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