Wie bei einem Baum sorgen auch bei uns die Wurzeln für Halt. Wie bei einem Baum nähren sie uns und lassen uns wachsen. Und wie bei einem Baum müssen wir manchmal ein wenig tiefer graben, um an die Wurzeln zu kommen.
Es sind unsere Erfahrungen und Prägungen, unsere Glaubenssätze und kulturelle Einflüsse, es sind unsere Werte und unsere Geschichten, die uns – oft sogar über Generationen hinweg – begleiten. Sie beeinflussen unser Denken, unser Fühlen und unser Handeln. Auch dann, wenn sie uns nicht bewusst sind.
Wenn wir unsere Wurzeln stärken wollen, müssen wir sie uns erst einmal in unser Bewusstsein holen. Wir können nur das stärken, was wir kennen.
Ich finde ja, in diesem Satz steckt eine wahnsinnige Kraft.
Aber es ist doch so:
Wie wollen wir ein freudvolles Leben führen, wenn wir gar nicht wissen, was uns Freude bereitet? Und damit meine ich nachhaltige Freude und nicht nur kurzfristige Lustbefriedigung (was natürlich zwischendurch auch sein darf).
Wie sollen wir unsere Stärken ausbauen und in die Welt bringen, wenn sie uns nicht bewusst sind?
Wie unsere Bedürfnisse befriedigen, wenn wir sie nicht kennen?
Wie mutige Entscheidungen treffen, wenn wir keine Ahnung davon haben, was wir genau wollen?
Wie können wir uns selbst verwirklichen, ohne zu wissen, was überhaupt verwirklicht werden möchte?