Meine Wurzeln liegen in Köln. Aber nicht weil ich hier geboren und aufgewachsen bin. Wurzeln entstehen nicht nur deswegen, weil ein Ort auf der Geburtsurkunde angegeben ist.
Auch wenn die Kölner gerne sagen:
Köln kann man nicht beschreiben – Kölle is e Jeföhl,
glaube ich nicht, dass uns dieses Gefühl von Heimat und Verbundenheit automatisch mit in die Wiege gelegt wird.
Seit ich denken kann, beschäftige ich mich mit Köln. Es war mir schon immer ein Bedürfnis, meine nähere Umgebung richtig kennenzulernen.
Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.
Es sind aber nicht (nur) Dinge, die in jedem Fremdenführer oder im Geschichtsbuch stehen, die mich interessieren.
In erster Linie sind mir die vielen kleinen Geschichten wichtig, die dahinterstecken. Und natürlich die Menschen, die diesen Geschichten ein Leben einhauchen und ohne die Köln nicht das wäre, was es ist.
Irgendwann habe ich angefangen, über meine Streifzüge durch Köln zu schreiben und die Texte zusammen mit Fotos auf einem Blog zu veröffentlichen.
Dabei ging es mir nie wirklich darum, den Menschen "meine Stadt" zu zeigen. Dafür gibt es ausgebildete Stadtführer, die das viel besser können als ich.
... und vielleicht in ihnen die Lust zu wecken, selber aufzubrechen, um ihre Stadt zu erkunden.
Auch heute versuche ich, mit meinen Texten und Workshops dazu anzuregen, sich (wieder) mit der eigenen Herkunft beziehungsweise Heimat auseinanderzusetzen (das beschränkt sich natürlich keineswegs nur auf Köln).